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Wie viel Prozent nimmt eine OnlyFans-Agentur?

Jan

Jan, Gründer von Elvision Studios

· 12 Min. Lesezeit

OnlyFans-Agenturen nehmen zwischen 20 und 70 Prozent, je nachdem, wie viel sie übernehmen. Die Prozentzahl allein sagt fast nichts: Entscheidend ist, was im Split enthalten ist, ob Fixkosten oben drauf kommen, und ob deine Seite so wächst, dass am Ende mehr bei dir bleibt als vorher. Vergleiche Angebote über das, was dir in einem normalen Monat bleibt, alles eingerechnet.

Was Agenturen nehmen, und warum die Zahl allein nichts sagt

Die meisten Angebote liegen zwischen 20 und 70 Prozent, je nachdem, wie viel die Agentur übernimmt. Das ist keine Preisliste, sondern das, was dir in Gesprächen und Verträgen begegnet.

Die Zahl allein sagt wenig über gut oder schlecht. 20 Prozent und 60 Prozent kaufen nicht dasselbe. Am unteren Ende bekommst du meistens Beratung: jemand schaut auf dein Profil, gibt Feedback, und die Arbeit bleibt bei dir. Am oberen Ende trägt ein Team den kompletten Betrieb.

Der Prozentsatz ist der Preis. Der Leistungsumfang ist das Produkt. Beides gehört in denselben Satz.

Warum kaum eine Agentur ihren Anteil öffentlich nennt

Wenn du danach suchst, findest du fast überall dieselbe Antwort: kommt drauf an. Das hat einen sachlichen Grund. Der Anteil hängt davon ab, wie viel eine Agentur übernimmt, und eine Zahl ohne Umfang ist wertlos. Eine Agentur, die 60 Prozent für den kompletten Betrieb nimmt, sieht neben 25 Prozent für Beratung teuer aus und ist es nicht zwangsläufig.

Der Nebeneffekt ist trotzdem unangenehm: Du gehst ohne jede Orientierung ins erste Gespräch. Du weißt nicht, ob 40 Prozent normal oder frech sind, und du siehst einem Angebot nicht an, was neben dem Split noch anfällt.

Deshalb geht es in diesem Text weniger darum, welche Zahl richtig ist. Es geht darum, wie du jede Zahl, die dir jemand nennt, in etwas übersetzt, das du mit einer anderen vergleichen kannst.

Du musst nicht wissen, was der Markt nimmt. Du musst wissen, was am Ende des Monats bei dir bleibt.

Was bei welchem Anteil enthalten sein muss

  • 20 bis 30 Prozent

    Meist Beratung und Teilleistungen. Jemand sieht sich dein Profil an, gibt Preis- und Content-Feedback, vielleicht etwas Editing. Posten, Chatten und Reichweitenaufbau bleiben bei dir.

  • 30 bis 45 Prozent

    Teil- bis Vollbetreuung. Häufig entweder Chatting oder Social Media in voller Tiefe. Frag genau, welcher Teil abgedeckt ist und wer die Arbeit tatsächlich macht.

  • 45 Prozent und mehr

    Vollbetreuung, bei der die Agentur den ganzen Betrieb trägt: Reichweite, Content-Planung, Editing, Profil und Preise, ein Chat-Team rund um die Uhr, Auswertung. Bei diesem Anteil darf nichts davon extra kosten.

  • Was die Prozentzahl verschweigt

    Was kostet dich ein schlechter Monat? Ein hoher Anteil ohne Vorabkosten und ohne Bindung kann dich im schlechten Quartal weniger kosten als ein niedriger Anteil mit Setup-Gebühr und zwölf Monaten Laufzeit.

Die Grenzen sind fließend. Entscheidend ist, dass dir jemand die Arbeit hinter der Zahl einzeln aufzählen kann.

Was bleibt mir? Die Frage, die fast niemand stellt

Vergiss die Prozentzahl für einen Moment und schau auf die einzige Zahl, die deine Miete interessiert: was am Monatsende auf deinem Konto landet.

Diese Zahl bewegt sich mit drei Dingen. Wie groß deine Seite ist, welchen Anteil du behältst, und was neben dem Split noch berechnet wird. Ein kleinerer Anteil an einer Seite, die sich verdoppelt hat, schlägt den vollen Anteil an einer Seite, die stehen bleibt. Und eine versteckte Pauschale frisst den Unterschied zwischen zwei Angeboten auf.

Lass dir deshalb von jeder Agentur denselben Satz geben: Bei einem normalen Monat wie meinem letzten, was bleibt mir, alles eingerechnet? Ein Satz, schriftlich. Die meisten können das in einer Minute beantworten. Wer es nicht kann, sagt dir damit auch etwas.

Ein Satz, schriftlich: Was bleibt mir in einem normalen Monat?

$4.800

Was dir eine Agentur mit 40 Prozent von einem $8.000-Monat lässt. Das Geschäft lohnt sich nur, wenn der Monat nicht bei $8.000 bleibt

Rechne es einmal an deinem eigenen letzten Monat durch. Sagen wir, $8.000 sind bei dir angekommen. Eine Agentur mit 40 Prozent lässt dir davon $4.800, auf derselben Seite. Das Geschäft funktioniert nur, wenn die Seite nicht dieselbe bleibt: Mit Wachstum, Chat und Preisarbeit muss der Monat selbst größer werden, bis dein kleinerer Anteil die größere Zahl ist.

Dein letzter normaler Monat ist der einzige ehrliche Prüfstand.

Derselbe Monat, zwei Angebote

30 Prozent plus Fixkosten

  • Bei dir kommen $8.000 an
  • Split: $2.400
  • Tools und Chat extra: $1.100
  • Dir bleiben $4.500

40 Prozent, alles enthalten

  • Bei dir kommen $8.000 an
  • Split: $3.200
  • Extras: $0
  • Dir bleiben $4.800

Ein Split ist ein Anteil am Wachstum, oder er ist nur eine Gebühr.

$300

Was dich das günstiger aussehende Angebot pro Monat mehr kostet

Zwei Angebote vergleichst du mit einer einzigen Umrechnung: Leg beide auf deinen eigenen normalen Monat und zähl alles mit. Den Split, die Setup-Gebühr, die Monatspauschale für Tools, das Chatting pro Schicht. Egal wie das Angebot gebaut ist, am Ende bleibt eine Zahl übrig, nämlich was du behältst, und diese Zahl ist der ganze Vergleich. Die Agentur mit der niedrigeren Prozentzahl ist dabei erstaunlich oft die teurere, und sie wird nie diejenige sein, die dich darauf hinweist. Rechne es deshalb selbst, vor dem Gespräch, auf Papier. Das Lesen dieses Textes dauert länger als die Rechnung.

Ein Monat, eine Zahl, alles eingerechnet. Das ist der ganze Vergleich.

Vier Schritte, bevor du dich entscheidest

  1. Frag nach deinem Monat

    Ein Satz reicht: Bei einem Monat wie meinem letzten, was bleibt mir, alles eingerechnet? Notier die Antwort mit Datum und Namen.

  2. Leg beide Angebote auf denselben Monat

    Rechne für jedes aus, was es dich in diesem Monat insgesamt kostet, Split und alles andere. Jetzt stehen beide Zahlen auf derselben Skala und dürfen verglichen werden.

  3. Addiere alles, was zusätzlich fällig wird

    Setup-Gebühr, Monatspauschale, Chatter-Kosten, Werbebudget, Aufpreis fürs Editing. Rechne jede Position auf einen Monat um und schlag sie auf den Prozentsatz drauf. Erst dann steht der echte Preis da.

  4. Rechne mit deinem echten Monat

    Nimm deinen letzten Monatsumsatz, nicht die runde Zahl aus einem Beispiel. Bei kleinen Umsätzen wiegt eine Fixgebühr sehr viel schwerer als bei großen, und genau darauf sind manche Angebote gebaut.

Was niemals oben drauf kommen darf

  • Eine Setup-Gebühr

    Egal wie sie heißt: Onboarding, Startpaket, Aufbaupauschale. Wer schon am Anfang verdient, verdient auch dann, wenn für dich am Ende nichts dabei herauskommt.

  • Eine Monatspauschale oder ein Retainer

    Ein Fixbetrag zusätzlich zum Anteil schiebt das Risiko komplett zu dir. In einem schwachen Monat zahlst du drauf, während die Agentur ihren Betrag sicher hat.

  • Chatter-Kosten separat

    Chatting ist die Arbeit, für die der Anteil da ist. Wenn sie noch einmal einzeln abgerechnet wird, zahlst du zweimal für dieselbe Leistung.

  • Werbebudget, das du vorstreckst

    Bezahlte Shoutouts oder Anzeigen können sinnvoll sein. Aber niemand darf sie voraussetzen, ohne dass vorher schriftlich klar ist, wer bezahlt, wer entscheidet und wie das Ergebnis gemessen wird.

  • Bearbeitungs- oder Auszahlungsgebühren

    Erfundene Nebenkosten. Es gibt keinen Aufwand auf Agenturseite, der eine eigene Position auf deiner Abrechnung rechtfertigt.

Ein Umsatz-Split ist die ganze Rechnung oder er ist keine.

Warum der niedrigste Anteil selten der beste ist

Angenommen, allein kommen bei dir $6.400 im Monat an, und du arbeitest jeden Tag dafür: filmen, schneiden, posten, chatten, planen.

Jetzt nimmt eine Agentur 40 Prozent. Wenn deine Auszahlung mit ihr auf $16.000 geht, bleiben dir $9.600. Mehr Geld, deutlich weniger Arbeit, und der Anteil, über den du nachgedacht hast, war dabei das kleinere Thema.

Wenn dein Umsatz mit ihr nicht steigt, ist jeder Prozentsatz zu hoch. Auch 20. Das ist die ehrliche Version dieser Rechnung, und sie geht in beide Richtungen.

Deshalb ist die Frage nach dem Anteil nur die halbe Frage. Die andere Hälfte lautet: Was genau soll in den nächsten drei Monaten passieren, und woran sehen wir beide, ob es passiert ist?

Ein fairer Anteil an einem Umsatz, der nicht wächst, ist immer noch ein Verlust.

Laufzeit ist auch ein Preis

Ein fairer Anteil in einem Vertrag, aus dem du zwei Jahre nicht herauskommst, ist kein fairer Anteil. In diesem Markt laufen Verträge teilweise 12 bis 24 Monate, verlängern sich automatisch und lassen dir ein Kündigungsfenster von 30 Tagen, das leicht zu verpassen ist.

Der teuerste Posten steht meistens ganz hinten. Es gibt Verträge mit einer Provision, die nach dem Ende weiterläuft: 20 bis 50 Prozent deines Umsatzes für 6 bis 12 Monate, nachdem du gegangen bist. Du arbeitest weiter, kassiert wird trotzdem, von einem Team, das dir nicht mehr antwortet.

Such im PDF nach 'nachvertraglich', 'Provision nach Beendigung', 'Laufzeit' und 'automatisch'. Das dauert zwei Minuten und entscheidet über deine Konditionen oft mehr als die Prozentzahl auf Seite eins.

Rechne eine Mindestlaufzeit mit: Anteil mal Monate ist die Summe, über die du wirklich entscheidest.

Woran du ein sauberes Angebot erkennst

Wird schnell teuer

  • Prozentzahl ohne Angabe der Basis
  • Setup-Gebühr oder Monatspauschale
  • Chatting oder Editing kostet extra
  • Mindestlaufzeit mit automatischer Verlängerung
  • Provision läuft nach dem Ende weiter

Sauber

  • Basis wird ungefragt genannt
  • Keine Zahlung vorab, keine Fixkosten
  • Ein Anteil deckt die gesamte Leistung
  • Keine Mindestlaufzeit
  • Ende heißt Ende, auch bei den Zahlungen

Wer nur verdient, wenn du verdienst, hat kein Interesse an Nebenkosten.

Fünf Fragen, die die Konditionen wirklich klären

  • Was bleibt mir von einem normalen Monat?

    Nenn deinen letzten Monat und lass dir die Antwort schriftlich geben, alles eingerechnet. Eine klare Zahl in einem Satz, oder du weißt genug.

  • Was kostet mich zusätzlich etwas?

    Frag offen nach Setup, Pauschalen, Chatter, Editing, Werbebudget. Und frag danach noch einmal: Gibt es sonst noch irgendetwas?

  • Was genau ist im Anteil enthalten?

    Lass dir die Leistungen einzeln nennen, nicht als Paketnamen. Chatting, Editing, Social Media, Preise, Auswertung, und wer davon was macht.

  • Wie lange bin ich gebunden?

    Laufzeit, Kündigungsfrist, Form der Kündigung, automatische Verlängerung. Und ob nach dem Ende noch etwas läuft.

  • Was passiert mit dem Anteil, wenn der Umsatz steigt?

    Manche Verträge staffeln nach oben oder unten. Lass dir die Rechnung bei doppeltem Umsatz zeigen, nicht nur beim heutigen.

Schreib die Antworten mit. Was im Gespräch gesagt wurde, muss im Vertrag wiederzufinden sein.

Wie die Konditionen bei Elvision aussehen

Umsatz-Split. Keine Setup-Gebühr, keine Fixkosten, keine Mindestlaufzeit. Du zahlst nie aus eigener Tasche: Verdienst du nichts, verdienen wir nichts.

Den genauen Anteil vereinbaren wir individuell im Erstgespräch, abhängig davon, wie viel wir übernehmen. Wir schreiben hier keine Zahl hin, weil eine Zahl ohne Umfang und ohne Basis genau das Problem ist, das dieser Text beschreibt. Im Gespräch bekommst du beides.

Stell uns dieselben fünf Fragen von oben. Alle fünf. Wenn eine Agentur sie nicht sauber beantworten kann, gilt das für uns genauso wie für jede andere.

Bisher hat uns keine Creatorin verlassen, und kein Vertrag hält sie. Das ist bei Konditionen der Beleg, der am meisten zählt: nicht was jemand verspricht, sondern ob Leute bleiben, obwohl sie jederzeit gehen könnten.

Boutique heißt bei uns: kleines Roster, echte Namen, erreichbare Menschen.

Was du tun kannst, wenn der Vertrag schon läuft

Lies zuerst nach, statt zu handeln. Vier Stellen entscheiden alles Weitere: Laufzeit, Kündigungsfrist und Form, automatische Verlängerung, nachvertragliche Provision. Erst wenn du weißt, was da steht, weißt du, worüber du überhaupt verhandelst.

Nachverhandeln geht öfter, als die meisten denken, vor allem wenn dein Umsatz seit der Unterschrift deutlich gestiegen ist. Ein Anteil, der bei $3.000 im Monat gepasst hat, kann bei $30.000 unpassend sein. Das ist ein sachliches Gespräch über eine veränderte Grundlage, kein Streit und kein Vorwurf.

Wenn eine Mindestlaufzeit noch läuft, eine nachvertragliche Provision drinsteht oder die Antworten unangenehm werden, lass einen Anwalt eine Stunde über den Vertrag lesen, bevor du irgendetwas verschickst. Verträge und Fristen sind je nach Land verschieden, und kein Ratgeber im Internet kann deinen lesen.

Eine Stunde Lesen ist in diesem Prozess die günstigste Versicherung, die es gibt.

Die Prozentzahl ist der Teil des Angebots, über den alle reden, und der für sich allein am wenigsten aussagt. Leg jedes Angebot auf deinen letzten normalen Monat, addiere jede Fixkostenposition dazu und lies die Laufzeit, bevor du auf die Zahl schaust. Wenn danach immer noch zwei Angebote übrig sind, entscheidet die Frage, wer dir konkret sagen kann, was in den nächsten drei Monaten passieren soll. Bei uns gibt es einen Umsatz-Split auf deine Auszahlung, keine Setup-Gebühr, keine Fixkosten und keine Mindestlaufzeit. Den genauen Anteil besprechen wir im Erstgespräch, weil er davon abhängt, wie viel wir übernehmen. Antwort innerhalb von 24 Stunden.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent nimmt eine OnlyFans-Agentur?

Die meisten Angebote liegen zwischen 20 und 70 Prozent, je nachdem, wie viel die Agentur übernimmt. Am unteren Ende bekommst du meist Beratung und Teilleistungen, am oberen Ende trägt die Agentur den ganzen Betrieb inklusive Chatting rund um die Uhr, Content und Reichweitenaufbau. Entscheidend ist nicht die Zahl allein, sondern was dafür enthalten ist und ob zusätzlich Fixkosten wie Setup-Gebühren oder Monatspauschalen anfallen.

Warum sagt die Prozentzahl allein so wenig aus?

Weil die Prozentzahl nicht der Preis ist. Zwei Angebote mit derselben Zahl können hunderte Dollar auseinanderliegen, sobald Setup-Gebühren, Monatspauschalen oder separat berechnete Chatter-Kosten dazukommen. Und ein größerer Anteil an einer wachsenden Seite kann dir mehr Geld lassen als ein kleiner Anteil an einer Seite, die stehen bleibt. Vergleichbar ist nur, was dir in einem normalen Monat bleibt, alles eingerechnet.

Darf eine OnlyFans-Agentur eine Setup-Gebühr verlangen?

Verlangen darf sie es, akzeptieren musst du es nicht. Eine Setup-Gebühr, eine Monatspauschale oder separat abgerechnete Chatter-Kosten verschieben das Risiko zu dir: Die Agentur verdient dann auch in Monaten, in denen für dich nichts dabei herauskommt. Ein Umsatz-Split ohne Nebenkosten ist üblich und fair.

Wie vergleiche ich zwei Angebote von OnlyFans-Agenturen?

Bring beide auf dieselbe Skala: deinen letzten normalen Monat. Rechne für jedes Angebot aus, was dir davon bleibt, alle Fixkosten eingerechnet, umgerechnet auf einen Monat. Vergleiche danach Leistungsumfang und Laufzeit. Die Prozentzahl selbst ist dabei die unwichtigste Zeile der Rechnung.

Noch Fragen zu deiner eigenen Seite?

Schreib uns einen Satz mit deiner Situation. Wir sehen uns dein Profil an und sagen dir ehrlich, was wir zuerst ändern würden. Kostenlos, auch wenn wir nicht zusammenarbeiten.

Antwort innerhalb von 24 Stunden · Unverbindlich